Neues zum Brandschutz an PV-Fassaden

17.04.2026

Photovoltaik-Fassaden gewinnen laufend an Bedeutung. Dank ihrer Ausrichtung fällt fast die Hälfte ihrer Jahresproduktion im Winterhalbjahr an. Seit 2026 können sie in vielen Fällen im Meldeverfahren statt mit einer Baubewilligung erstellt werden. Zudem erhalten solche Anlagen einen zusätzlichen Bonus der nationalen Förderstelle Pronovo. Doch wie bei allen Bauelementen an der Fassade gelten auch hier hohe Anforderungen an den Brandschutz, weshalb Swissolar derzeit ausführliche Brandversuche durchführt.

In Absprache mit dem Verband der kantonalen Feuerversicherungen (VKF) erarbeitet Swissolar zurzeit ein «Stand-der-Technik Papier» für PV-Fassaden. Es handelt sich derzeit um eines der grössten und aufwändigsten Projekte des Branchenverbands. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Brandschutz- und PV-Experten von Swissolar, Makiol Wiederkehr, Plan-E, Amstein + Walthert und Planeco, führt seit mehreren Monaten verschiedene Brandversuche durch: von Kleinbrennertests über experimentelle Brand- und Lichtbogenversuche bis hin zu den grossen Originalbrandversuchen. Ziel ist es, damit Planung, Bewilligung, Umsetzung und Betrieb von PV-Fassaden zu erleichtern und das heute gültige Übergangsdokument abzulösen. 

Das Stand-der-Technik-Papier wird voraussichtlich Ende 2027 auf Basis der revidierten Brandschutzverordnung (BSV) veröffentlicht. Diese Verordnungsrevision war ursprünglich für Ende 2026 vorgesehen, wurde jedoch im Verlauf der technischen Vernehmlassung auf Herbst 2027 verschoben. 

Unser Dank geht an die unzähligen Unterstützer:innen und Sponsoren. Darunter sind viele Hersteller, die uns Material für die Brandversuche zur Verfügung stellen: 

EnergieSchweizKanton ZürichStadt Zürich, EnFK Regionalkonferenzen Ostschweiz, Zentralschweiz, Nordwestschweiz und RomandieMinergieSolarmarkt3S Swiss Solar Solutions AG, Megasol, Intelligent SolarErnst Schweizer, Flumroc, Studer Cables und Ampack.

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