Flexibilität gemeinsam nutzen

Politisch wird in der Schweiz zunehmend erwartet, dass sich auch kleine Photovoltaik-Anlagen stärker am Markt orientieren. Dazu gehört die Vergütung des ins Netz eingespeisten Solarstroms zu Marktpreisen – ab 2027 sogar stündlich ändernd. Durch die Installation eines Batteriespeichers können Anlagenbetreiber darauf reagieren und ihren Eigenverbrauch stärken.

Zudem können sie ihre Batterie als Flexibilität zur Verfügung stellen und dadurch zusätzliche Erlöse generieren: Verschiedene Anbieter schliessen Speicher, flexible Lasten wie Wärmepumpen sowie Ladestationen für Elektroautos zu einem virtuellen Kraftwerk zusammen und steuern diese systematisch und intelligent. Diese so genannten Flexibilitätspools reduzieren für Energieversorger und die nationale Netzgesellschaft Swissgrid Preis- und Ausgleichsrisiken und unterstützen die Stabilisierung des Stromnetzes. Wer seine Batterie einem solchen Pool zur Verfügung stellt, wird dafür vergütet.

Vermehrt werden auch Photovoltaikanlagen in diesen Regelenergiemarkt eingebunden. Im Rahmen des Pilotprojekts PV4Balancing testet die Swissgrid AG gemeinsam mit regionalen Partnern, wie sich Solaranlagen gezielt drosseln lassen. Ziel ist es, Überschüsse direkt an der Quelle zu reduzieren. Für diese «negative» Regelenergie wird der Anlagenbetreiber ebenfalls entschädigt.

 

Topview auf Solardächer. Häuser auf einer Wiese | © ewz, Fabrice Göldi
 

Dienstleister für gebündelte Flexibilität in der Schweiz («Pooler»)

 
 
PV Modul Montage | © Simon Kraus / Adobe Stock

Wirtschaftlichkeit

Solar-Contracting

Bei grösseren Solaranlagen bietet sich das Solar-Contracting an. Dabei wird über einen Zeitraum von 20 bis 25 Jahren das Dach einer Contracting-Firma vermietet, die darauf eine Solaranlage erstellt und den Strom dem Gebäudebesitzer zu einem vertraglich vereinbarten Preis verkauft.

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