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Batteriemonitor Schweiz 2026: Batteriespeicher gewinnen stark an Bedeutung für das Energiesystem
19.03.2026
Batteriespeicher werden zu einem wichtigen Baustein der Energiewende in der Schweiz. Sie optimieren den Eigenverbrauch, tragen zur Stabilität im Stromsystem bei, erhöhen die Flexibilität und senken die Systemkosten. Gleichzeitig helfen sie, den wachsenden Anteil von Photovoltaik effizient ins Stromsystem zu integrieren und wirtschaftlicher zu betreiben. Der neue Batteriemonitor Schweiz 2026 von Swissolar zeigt: Der Markt für Batteriespeicher entwickelt sich rasant und die Neuinstallationen, verdoppeln sich innert Jahresfrist nahezu. Dennoch braucht es bessere Rahmenbedingungen, damit ihr Potenzial für das Energiesystem künftig vollständig genutzt werden kann.
Mit dem Ausbau der Photovoltaik fällt ein grosser Teil der Stromproduktion in die Tagesstunden. Batteriespeicher machen diesen Strom zeitlich flexibler nutzbar: Sie speichern Solarstrom und stellen ihn später wieder für den Eigenverbrauch bereit. Dadurch steigt die Nutzung des lokal produzierten Stroms, Leistungsspitzen werden geglättet, lokale Netzbelastungen reduziert und Gebäude können in Notfällen gar autark mit Strom versorgt werden. «Batteriespeicher leisten einen wichtigen Beitrag zu einem Stromsystem mit hohen Anteilen erneuerbarer Energien», sagt Matthias Egli, Geschäftsführer von Swissolar. «Sie helfen, Solarstrom effizient zu nutzen, die Stromnetze zu entlasten und Gesamtkosten zu senken.»
Markt wächst rasant
Der Batteriemonitor 2026 zeigt, dass der Markt für Batteriespeicher in der Schweiz stark wächst. Besonders sogenannte Behind-the-meter-Speicher, die direkt bei Haushalten, Landwirtschafts- oder Gewerbebetrieben installiert werden, nehmen deutlich zu. So wird die in der Schweiz bis Ende 2026 installierte Speicherkapazität hinter dem Netzanschlusspunkt innert Jahresfrist von 1,5 auf 2,5 GWh wachsen, wobei sich die Neuinstallationen nahezu verdoppeln.
Gleichzeitig gewinnen grössere Batteriespeicher im Stromnetz (Front-of-the-meter-Speicher) zunehmend an Bedeutung. Verschiedene Unternehmen aus der Strombranche haben den Bau von über 4 GWh zusätzlicher Speicherkapazität bis 2030 angekündigt. Das ist das 30-fache der heute installierten Kapazität. Diese Grossspeicher können neben der Energiespeicherung auch Aufgaben für die Stabilität des Stromsystems übernehmen, etwa durch die Bereitstellung von Regelenergie oder andere Systemdienstleistungen.
Auch international wächst der Markt stark: In der Europäischen Union wurden 2025 rund 27,1 GWh neue Batteriespeicherkapazität installiert, ein Zuwachs von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Sinkende Kosten erhöhen Attraktivität
Parallel zum Marktwachstum sinken die Kosten für Batteriespeicher deutlich. Ein typischer Heimspeicher mit 15 kWh Kapazität kostet in der Schweiz heute rund 8800 Franken inklusive Installation und damit rund ein Viertel weniger als im Jahr zuvor. Damit werden Batteriespeicher zunehmend wirtschaftlich attraktiv, insbesondere in Kombination mit Photovoltaikanlagen.
Mit dem weiteren Ausbau der Photovoltaik wird auch die Bedeutung von Energiespeichern weiter steigen. Neben stationären Batteriespeichern könnten künftig auch Elektroautos durch bidirektionales Laden zusätzliche Flexibilität im Stromsystem bereitstellen.
Es braucht bessere Tarifanreize und eine nationale Speicherstrategie
Damit Batteriespeicher ihr Potenzial vollständig entfalten können, braucht es geeignete Rahmenbedingungen. Allen voran müssen von den Energieversorgern konsequent dynamische, netz- und systemdienliche Tarife angeboten werden, um Systemkosten zu senken. Weiter wird im Batteriemonitor empfohlen, mit der nationalen Speicherstrategie klare und einfache Regeln für den Einsatz von Batteriespeichern im Stromsystem sowie eine bessere Datengrundlage zur Entwicklung des Speichermarktes zu definieren.
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