Plug-&-Play-Photovoltaikanlagen

Sogenannte Plug-&-Play-Solaranlagen sind Photovoltaik-Kleinanlagen, die ohne Fachwissen aufgestellt werden können und den Strom direkt in eine Steckdose einspeisen. 

Da im Normalfall kein Elektriker oder Dachdecker benötigt wird, kann für einen Selbstkostenpreis von ca. 10 bis 20 Rappen pro kWh Solarstrom erzeugt werden. Der grösste Teil der Energie von 200 bis ca. 800 kWh die jährlich erzeugt werden, wird direkt in der eigenen Wohnung oder im Haus verbraucht, der Rest geht via Zähler ins Netz zurück. Mit der Energie einer grossen Plug&Play Anlage können als Beispiel wöchentlich mit einem Elektroauto ca. 100 km zurückgelegt werden. Die Preise solcher Anlagen bewegen sich je nach Grösse und Ausführung zwischen CHF 500 und mehreren tausend Franken.

Die Kleinstanlagen können an die Balkonbrüstung gehängt, im Garten aufgestellt, auf einem gut zugänglichen Dach montiert oder als energieerzeugende Gartenmöbel genutzt werden.

Diese Solarsets bestehen normalerweise aus Solarmodulen, Modulwechselrichtern und entsprechenden Montagesystemen.

In der Schweiz ist die maximale Einspeiseleistung auf 600 Watt begrenzt, um eine unzulässige Erwärmung der ortsfesten Installation zu verhindern. Vor Inbetriebnahme muss der Stromnetzbetreiber schriftlich informiert werden. Es empfiehlt sich, ihn bereits vor dem Kauf zu kontaktieren.

Vorgehen für eine Plug-&-Play-Photovoltaikanlage

  • Abklärung beim zuständigen Energieversorger
  • Standort-Wahl für die Installation
    • wind und wetterfest
    • keine Verschattung/ Teilverschattung
  • Geeignete Aussensteckdose suchen oder installieren lassen
  • Mieter:innen:
    • Liegenschaftsverwaltung und Vermieter schriftlich kontaktieren
  • Eigentümer:innen:
    • qualifiziertes Mehr oder einstimmiger Beschluss durch STWEG
  • Kontaktaufnahme mit der kantonalen Energiefachstelle zu den lokalen Vorschriften
  • Nachbarschaft informieren
  • Beim Kauf zu beachten:
    • Anschlussleistung der PV-Anlage darf 600 Watt nicht überschreiten
    • Das System muss mobil und steckbar sein
    • Konformitätserklärungen müssen vorhanden sein
    • Fehlerstromschutzschalter (FI) Typ B im Netzkabel oder Netzstecker auf der AC-Seite oder ein allstromsensitiver FI im Wechselrichter
    • Gut geeignete Unterkonstruktion für den Standort der PV-Panels
    • Zusätzliche Anforderung für eingeschränkten Notstromsteckdose -> inkl. Energiespeicher
  • Vor der Inbetriebnahme muss eine schriftliche Meldung beim Energieversorger eingereicht werden
  • Gegebenenfalls Wechsel des Zählers durch einen SmartMeter (Zweiwegzähler) vom Energieversorger
  • Inbetriebnahme der Plug-&-Play-Anlage

Ihre Vorteile

  • Direkte Investition in Solarenergie
  • Eigener Besitz
  • Finanzieller Mehrwert
  • Flexibilität durch mobiles System