Stromversorgung sicherstellen - Sonne als zweiter Hauptpfeiler neben der Wasserkraft

3 April 2020

Die fossilen Energien sind für 80% der Schweizer Klimagase verantwortlich. Um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen, muss die Schweiz ihren Energiemix rasch dekarbonisieren. Dazu braucht es mehr Energieeffizienz und mehr erneuerbare Energie.

Mit dem «Ja» des Schweizer Stimmvolks zur Energiestrategie im Mai 2017 ist der politische Auftrag klar. Trotzdem geht es nur langsam voran. Dabei ist zweierlei festzuhalten: Einerseits ist es im Eigeninteresse der Schweiz, ihre Energieeffizienz zu steigern und eine solide erneuerbare Energieversorgung aufzubauen. Sonst wird sie massenweise Strom importieren müssen. Andererseits ist es entscheidend für die Erreichung der weltweiten Reduktionsziele, dass reiche Hightech-Länder wie die Schweiz Vorreiter im Umbau des Energiesystems werden. Das macht diesen Weg auch für alle anderen Länder attraktiver.

Also braucht es sowohl für die Versorgungssicherheit wie für den Klimaschutz ein 2. Massnahmenpaket. Denn das 2017 genehmigte Gesetzespaket deckt einerseits nur den Zeitraum bis 2035 ab und stellt zudem nur den Ersatz der Atomkraft-werke ins Zentrum. Die dort festgelegten Richtwerte für die erneuerbare Energien berücksichtigen noch nicht den Bedarf für den Ersatz der fossilen Energien. Das 2. Massnahmenpaket muss ganzheitlich in allen Sektoren wirken. Es braucht einen verbindlichen Ausbaupfad für erneuerbare Energien, die Erweiterung des Zeithorizonts bis 2050 und die Aufhebung der zeitlichen Begrenzung der Fördermassnahmen.

Unsere, heutige sichere Stromversorgung ist den hohen Investitionen früherer Generationen in Kraftwerke zu verdanken. Nun liegt es an uns, die Kraftwerke für eine klimafreundliche Zukunft zu bauen. Wir verfügen über die notwendigen Technologien um unser Energiesystem umzubauen, zu dekarbonisieren und nachhaltig zu gestalten. Was wir jetzt brauchen ist nicht Hoffnung, sondern Mut, eine Vision und entschlossenes Handeln. Unsere neue Broschüre «Stromversorgung sicherstellen – Sonne als zweiter Hauptpfeiler neben der Wasserkraft» macht konkrete Vorschläge dazu.

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