UREK-N will eine stärkere Förderung für PV-Anlagen ohne Eigenverbrauch

12. February 2020

Swissolar begrüsst die diversen Vorschläge der Energiekommission des Nationalrats vom 10./11. Februar 2019, die zum Ausbau der Photovoltaik in der Schweiz führen sollen

Die UREK-N hat an ihrer Sitzung vom 10./11.2.20 einstimmig die Einführung einer höheren Einmalvergütung für Anlagen ohne Eigenverbrauch (z.B. auf Stalldächern oder Infrastrukturen) beschlossen. Dabei sollen Ausschreibungen durchgeführt werden. Grosse Photovoltaikanlagen ohne Eigenverbrauch, etwa auf Stalldächern oder Infrastrukturen, sind in den heutigen Förderreglungen aufgrund der tiefen Abnahmepreise für den eingespeisten Strom benachteiligt. Eine Änderung im Energiegesetz soll dies beheben. Im Idealfall könnte eine solche Änderung des Energiegesetzes bereits per 2022 eingeführt werden.

Die Energiekommission nimmt damit die Anliegen der parlamentarischen Initiativen 18.481 von Nationalrat Mathias Reynard (SP) und 19.493 von Nationalrat Leo Müller (CVP) auf. Beide parlamentarischen Initiativen wurden zurückgezogen.

Mehr Geld für Photovoltaik aus dem Netzzuschlagsfonds

Ausserdem schlägt die UREK-N mehr Flexibilität bei der Führung des Netzzuschlagsfonds vor. Sie hat die Motion 19.3742 von Ständerat Damian Müller (FDP), welche die Prüfung einer Verschuldung des Netzzuschlagsfonds bezweckt, mit 18 Stimmen zu 7 Ablehnungen angenommen. Damit könnten weitere Mittel zur Förderung erneuerbarer Energien eingesetzt werden.

Bund soll seine Gebäude vorbildlich solarifizieren

Zudem will die Kommission die Vorbildfunktion des Bundes stärken. Dazu hat sie mit 17 zu 8 Stimmen eine Ergänzung der Motion 19.3750 von Olivier Français (FDP) angenommen. Neben der Ausrüstung aller geeigneten Dach- und Fassadenflächen des Bundes mit Photovoltaik sieht die Motion vor, die Immobilien des Bundes rascher zu sanieren und deren Autonomie im Strombereich sicherzustellen.

Swissolar begrüsst die von der UREK-N vorgeschlagene Solaroffensive, die dringend notwendig ist, um die Klimaziele von Paris zu erreichen. Der Ball liegt nun bei National- und Ständerat, die Umsetzung so schnell als möglich voranzutreiben. 

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