Photovoltaikanlagen produzieren mindestens zehnmal mehr Energie als ihre Herstellung erfordert

6. Januar 2017

Gestützt auf fragwürdige Berechnungen kamen die Schweizer Ingenieure Ferroni und Hopkirk im Frühjahr 2016 in einem Artikel in «Energy Policy» zum Schluss, dass Photovoltaikanlagen zu ihrer Herstellung mehr Energie bräuchten, als sie in ihrer ganzen Lebensdauer produzieren würden. Dieses Verhältnis wird wissenschaftlich als EROI (Energy Return on Energy Invested) bezeichnet und wurde von den Autoren für die Schweiz mit 0.8 beziffert. 

Nun liegt eine andere Sicht der Dinge vor, die aufzeigt, dass sich Ferroni und Hopkirk mindestens um den Faktor 10 verrechnet haben:

Zum Artikel «Energy Return on Energy Invested (ERoEI) for photovoltaic solar systems in regions of moderate insolation: A comprehensive response»

Bei den 22 Autoren dieses Artikels handelt es sich um das weltweite «Who is Who» der Ökobilanzierung im Energiebereich. Der korrekte EROI für Photovoltaikanlagen in der Schweiz liegt demnach bei 9-10.

Dieser neuen Berechnung liegen konservative Ausgangswerte zugrunde, zum Beispiel eine technische Nutzungsdauer von nur 25 Jahren statt den üblichen 30 Jahren.

Es ist mit einer weiteren Verbesserung der Energiebilanz aufgrund des technischen Fortschritts (z.B. steigende Wirkungsgrade) zu rechnen.

Zum Artikel «Energy Learning Curves of PV Systems»