KEV und Einmalvergütung

Die Kostendeckende Einspeisevergütung KEV sorgt seit 2009 für einen wachsenden Photovoltaikmarkt. Seit 2014 bietet die Einmalvergütung eine schneller verfügbare Alternative für kleinere Anlagen. 

  • Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV)

    Die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) ist ein Instrument des Bundes zur Förderung der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien und ist seit 2009 in Kraft. Die KEV deckt die Differenz zwischen Produktion und Marktpreis und garantiert den Produzentinnen und Produzenten von erneuerbarem Strom einen Preis, der ihren Produktionskosten entspricht. Gespeist wird der KEV-Fonds von allen Stromkonsumentinnen und -konsumenten, die pro verbrauchte Kilowattstunde eine Abgabe bezahlen (zurzeit max. 1,4 Rp. pro Kilowattstunde).

    Neue Anlagen können bei der nationalen Netzgesellschaft Swissgrid angemeldet werden. Es besteht eine Warteliste mit über 37'000 angemeldeten Photovoltaikanlagen (Stand Juni 2016), weshalb keine realistischen Chancen für neu angemeldete Projekte mehr bestehen. Die Einmalvergütung bietet eine Alternative, voraussichtlich ab 2018 auch für Anlagen über 30 kW. 

    Weiterführende Informationen finden Sie auf folgender Webseite des Bundesamtes für Energie (BFE).

  • Mit der Revision der Energieverordnung besteht seit dem 1.4.2014 alternativ zur KEV die Möglichkeit zur Einmalvergütung für kleine Photovoltaikanlagen:

    • Betreiber einer Photovoltaikanlage unter 10 kW, die bis zum 31. Dezember 2012 kein Gesuch für das System nach Energiegesetz Artikel 7a (= KEV) eingereicht haben, können nicht am System der KEV teilnehmen, gelten dafür als für die Einmalvergütung nach Artikel 7a bis angemeldet.
    • Ein Wahlrecht zwischen KEV und Einmalvergütung haben alle Betreiber von Photovoltaik-Neuanlagen ab 10 kW und unter 30 kW. Die revidierte EnV sieht vor, dass Photovoltaikanlagen mit einer Leistung unter 2 kW weder KEV noch eine Einmalvergütung erhalten.

    Weitere Informationen zur EIV (Swissgrid)

  • Die Ökostrombörse Schweiz bietet eine Alternative bis zum positiven Entscheid der KEV. Mit Ausschreibungen auf der Ökostrombörse Schweiz suchen Energieversorgungsunternehmen laufend den „ökologischen Mehrwert“ aus Ihren Solaranlagen. Sie müssen dafür den ökologischen Mehrwert bei Swissgrid als „Herkunftsnachweis“ bescheinigen lassen und können ihn dann auf der Ökostrombörse Schweiz anbieten. Auch erst geplante Anlagen können bei Ausschreibungen mitbieten. Neben dem ökologischen Mehrwert wird zusätzlich der ins Netz eingespeiste Solarstrom vergütet. Die Tarife liegen allerdings sehr tief.