Häufig gestellte Fragen

Ist mein Haus für eine Solaranlage geeignet? Wie umweltfreundlich ist eigentlich Solarenergie? Zu diesen und vielen weiteren Fragen finden Sie hier die passenden Antworten.

  • Solarenergie

    • Solarenergie, bzw. Sonnenenergie ist diejenige Energie, die als Wärme oder Elektrizität aus Sonneneinstrahlung genutzt wird.

      Photovoltaik-Module (auch PV-Module oder Solarpanels genannt) wandeln die Sonnenein­strahlung in elektrischen Strom um. Man nennt ihn Solarstrom. Das physikalische Phänomen heisst photovoltaischer Effekt.

      Thermische Sonnenkollektoren absorbieren die Sonneneinstrahlung und übertragen die Wärme an einen Wasserkreislauf. Diese Solarwärme kann zum Erzeugen von Warmwasser, zum Heizen, aber auch für Prozesswärme und Kühlung genutzt werden.

    • Die Solarenergie ist auch in der Schweiz im Überfluss vorhanden. Die jährliche Einstrahlung auf ihre Fläche ist etwa 220-mal höher als der Verbrauch im gleichen Zeitraum. Die Solarenergie kann fossile Brennstoffe ersetzen und dadurch Umweltbelastungen, z.B. CO2–Emissionen, stark reduzieren. Zudem bestehen weder Sicherheitsrisiken noch internationale Abhängigkeiten. Die Nutzung dieser Energiequelle ebnet den Weg zu einer sauberen, sicheren und unabhängigen Energieversorgung für die Schweiz.

    • Mehr als die Hälfte des Wärmebedarfs der Schweiz – nach Sanierung des Gebäudebestands - kann mit Solarwärme erzeugt werden (Potenzial der Solarwärme - BFE Studie).

      Photovoltaik-Anlagen auf Gebäuden können langfristig bis zu 40 Prozent des aktuellen Stromverbrauchs der Schweiz erzeugen. Bei geeigneten Rahmenbedingungen kann die Photovoltaik bis zum Ende der Laufzeit der bestehenden AKW (ca. 2035) die wegfallende Stromproduktion zu mindestens zwei Dritteln ersetzen, was etwa 17 Milliarden Kilowattstunden oder 28 Prozent des heutigen Strombedarfs entspricht. Dazu braucht es eine Fläche von rund 120 Quadratkilometern oder 15 Quadratmetern pro Kopf. Zum Vergleich: Die für Solarenergie besonders geeigneten Dach- und Fassadenflächen der Schweiz haben eine Fläche von rund 200 Quadratkilometern.

      Sonnenenergie, Wasserkraft sowie Energie aus Biomasse, Wind und Erdwärme rücken die Energiewende – den Ersatz fossiler und nuklearer Energie – in greifbare Nähe.

    • Die Produktion einer Kilowattstunde Solarstrom in der Schweiz verursacht Treibhausgas-Emissionen von 97 g CO2-Äquivalenten mit älteren PV-Anlagen (Quelle: ESU Services/PSI 2012: Umweltauswirkungen der Stromerzeugung in der Schweiz (PDF), sowie Vortrag an der PV-Tagung 2013 resp. nur 42 g mit aktueller, effizienter Technologie (Quelle: Rufer/Braunschweig: Die bessere Ökobilanz von Solarstrom, in: Umweltperspektiven 4/13 (PDF)) (Modulherstellung in Philippinen). Die Herstellung und Entsorgung der gesamten PV-Anlage ist dabei eingerechnet. Bei einem Gaskraftwerk liegen diese Emissionswerte bei 452 g, bei einem Braunkohlekraftwerk gar bei 1347 g. Insgesamt verursacht der europäische Strommix pro Kilowattstunde Emissionen von 552 g CO2-Äquivalenten (Quelle: ESU Services 2013: Life Cycle Inventories of Electrical Mixes and Grid (PDF)). Bei Solarstrom fallen somit rund 13-mal weniger Treibhausgasemissionen an. Solarstrom ist deshalb ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Die 2016 in der Schweiz installierten Photovoltaik-Anlagen sparen jährlich rund 700‘000 Tonnen CO2 ein.

    • Im Vergleich zur Warmwassererzeugung mit Erdöl vermeidet eine typische Solarwärmeanlage den Ausstoss von rund 0.6 Tonnen CO2 pro Jahr. Die 2016 in der Schweiz installierten Solarwärmeanlagen sparen jährlich rund 170‘000 Tonnen CO2 ein.

    • In der Schweiz liegt die durchschnittliche Sonneneinstrahlung bei rund 1100 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter und Jahr. Die höher gelegenen Gebiete erreichen sogar Werte über 1400 kWh, was der Einstrahlung im Mittelmeergebiet entspricht. Ein durchschnittlicher 3- bis 4-Personen-Haushalt braucht rund 3600 kWh Strom pro Jahr, wozu Solarmodule mit einer Fläche von 20 Quadratmetern ausreichen. In der Schweiz ist somit genügend Sonneneinstrahlung vorhanden, um Solaranlagen effizient zu betreiben.

      Um Solarstrom über tausende Kilometer zu transportieren, fehlen die Leitungen, und die Stromübertragung wäre mit grossen Energieverlusten verbunden. Solarwärme über grosse Distanzen zu transportieren ist technisch unmöglich – das Wasser wäre kalt, wenn es bei uns einträfe. Die Zukunft der Energieversorgung wird deshalb primär dezentral sein, d.h. die Solarenergie wird dort produziert, wo sie gebraucht wird.

    • Für die künftige Energieversorgung im Winter ist primär durch verbesserte Wärme­dämmung der Verbrauch an Heizenergie zu senken. Der Wärmebedarf kann damit durch Wärmepumpen, Solarwärme und Holzenergie gedeckt werden. Zur Stromversorgung ist der Solarstrom vor allem im Winter durch Wasserkraft, Windenergie und Biomasse-Kraftwerke zu ergänzen. Eine geringfügige Erhöhung der Kapazitäten unserer Stauseen genügt, um den saisonalen Ausgleich der Stromversorgung zu sichern. Längerfristig können neue Technologien wie Power to Gas (Umwandlung von überschüssigem Strom in Gas) dazu kommen. 

      Bandenergie, also die gleichmässige Stromproduktion aus Atomkraftwerken, wird entfallen. Die zukünftige Stromversorgung stützt sich auf eine intelligente Kombination der verschiedenen erneuerbaren Energiequellen. 

    • Solarenergie vermindert die Abhängigkeit von Öl-, Gas- und Uranimporten aus unsicheren Weltregionen. Die Schweiz kann damit jährlich über 10 Milliarden Franken für den Kauf dieser Energieträger einsparen. Der Umstieg auf erneuerbare Energien bedeutet somit eine höhere Versorgungssicherheit und eine Steigerung der Wertschöpfung im eigenen Land. Die Kombination der verschiedenen erneuerbaren Energien gewährleistet eine jederzeit sichere Stromversorgung: Wenn die Sonne nicht scheint, kommen Wasserkraft, Windenergie oder Biomasse zum Einsatz. Mit dem hohen Anteil an Strom aus Stauseen kann in der Schweiz die variable Solarstrom­produktion problemlos ausgeglichen werden. Die Schweiz ist deshalb prädestiniert für einen raschen Atomausstieg, aber auch für eine vollständige Dekarbonisierung (Verzicht auf Öl und Erdgas) unserer Energieversorgung bis 2050: Die verfügbaren Mengen an erneuerbaren Energien sind genügend gross, um auch einen massiven Ausbau der Elektromobilität und die Beheizung des Gebäudebestands mit Wärmepumpen abdecken zu können.

    • In den Preisen für herkömmliche Energien sind die folgenden Kosten nicht oder nur teilweise enthalten: Luft­verschmutzung, Klimawandel, Entsorgung nuklearer Abfälle, Risiken von Unfällen und kriegerische Auseinandersetzungen. Es handelt sich dabei um externe Kosten, die statt von den Verursachern von der Allgemeinheit getragen werden. Deshalb ist der direkte Preisvergleich mit erneuerbaren Energien trügerisch. Doch sogar in diesem unfairen Wettbewerb gewinnt die Sonnenenergie immer öfters: Konventioneller Strom ab Steckdose ist in vielen Fällen bereits heute teurer als Strom von der eigenen Solaranlage. Während Solarstrom immer billiger wird, steigen die Kosten von Strom aus neuen Atomkraftwerken: Das geplante AKW Hinkley Point in England soll Strom zu 15 Rp./kWh produzieren. Dies ist etwa dreimal so teuer wie der Strom aus den alten schweizerischen AKW. 

    • Jede ganzjährig unbeschattete Dachfläche, die nicht mehr als 45° von Süden abweicht, eignet sich besonders gut für Solarstromanlagen. Auch Dächer mit Ausrichtung Ost-West und Fassaden werden dank sinkender Preise der PV-Module immer öfter zur Stromerzeugung genutzt.

      Bei Sonnenkollektoren zur Wärmeerzeugung hängt die Ausrichtung und Neigung von der verwendeten Technologie und dem Zweck der Anlage ab: Wird ausschliesslich Warmwasser erzeugt oder wird auch geheizt? Zum Heizen eignet sich eine südliche Ausrichtung und ein steiler Winkel, um möglichst viel Wintersonne nutzen zu können.

    • Die Hersteller von Photovoltaik-Modulen zur Stromerzeugung geben Garantien zwischen 20 und 25 Jahren. Die durchschnittliche Lebensdauer liegt bei 30-40 Jahren. Auch Sonnenkollektoren zur Wärmeerzeugung haben eine Lebensdauer von über 25 Jahren. 

    • Wir vergleichen die graue Energie, die zur Herstellung und Entsorgung einer Photovoltaikanlage benötigt wird, mit der entsprechenden Energie, die in europäischen Kraftwerken dank der Solarstromproduktion eingespart werden kann. Darauf basierend beträgt die energetische Amortisationsdauer je nach Herkunft der Module 1.5 bis 2.2 Jahre. Somit kann eine PV-Anlage während ihrer mindestens 30-jähri­gen Betriebsdauer die zur Herstellung benötigte, nicht erneuerbare Primärenergie 14- bis 20-mal einsparen. Siehe Artikel zur Ökobilanz von Solarstrom: mehr

      Bei einer Solarwärmeanlage zur Erzeugung von Warmwasser liegt die energetische Amortisations­dauer bei weniger als einem Jahr. 

    • Die bestehenden Gebäude- und Siedlungsflächen der Schweiz genügen, um das Land zu einem wesentlichen Teil mit Solarstrom zu versorgen. Auf bereits vorbelasteten Flächen, zum Beispiel entlang von Autobahnen und Schienenwegen, auf stillgelegten Deponieflächen und Steinbrüchen oder auf Lawinenverbauungen kann eine Nutzung jedoch in Erwägung gezogen werden. Es gilt dabei, das Verhältnis zwischen dem Einfluss auf das Landschaftsbild und dem Energieertrag (v.a. im Winter) der Anlage im Auge zu behalten. 

    • Die rund 500 Verbandsmitglieder von Swissolar ermöglichen rund 65'000 Arbeitsplätze. Darüber hinaus nutzen auch internationale Firmen aus der Solarenergiebranche die Schweiz als Standort. Die Schweizer Photovoltaik-Branche erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 800 Millionen Franken (2015, inkl. Import und Export). Die Solarwärme-Branche verzeichnet einen Jahresumsatz von rund 200 Millionen Franken, hauptsächlich im Heimmarkt.

    • Hohe technische Qualität erfordert gut ausgebildete Arbeitskräfte. Darum investiert Swissolar in die Aus- und Weiterbildung von Fachleuten. Swissolar bietet Kurse für die Planung und Realisierung von Solaranlagen an. Eine Reihe weiterer Lehrgänge anerkennt Swissolar beim Eintrag von Firmen im Verzeichnis «Die Solarprofis®» (bestimmte Ausbildungen berechtigen zum Eintrag in das Verzeichnis). Mit dem Ziel einer besseren Integration der Solarenergie in der Lehrlingsausbildung arbeitet Swissolar mit Berufsverbänden und Berufs­schulen zusammen.

    • Der Energiemarkt ist bereits seit langem verzerrt: Die fossilen und nuklearen Energien beinhalten ungedeckte Kosten und indirekte Subventionen, die von der Allgemeinheit getragen werden und im Vergleich mit den erneuerbaren Energien nicht angemessen berücksichtigt werden.

      Die Schweiz hat sich zur Energiewende bekannt. Um diesen Richtungswechsel erfolgreich und im erforderlichen Tempo zu vollziehen, braucht es Korrekturen, um den verzerrten Energiemarkt auszugleichen. Ein solcher zeitlich begrenzter Anstoss ist die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV).

    • Oberstes Ziel ist die möglichst vollständige Versorgung der Schweiz mit erneuerbaren Energien bis spätestens 2050. Dies entspricht auch den Beschlüssen der Pariser Klimakonferenz vom Dezember 2015. Die Energiestrategie 2050 stellt die Weichen in diese Richtung, aber die vorgesehenen Massnahmen für mehr Energieeffizienz und einen raschen Ausbau der erneuerbaren Energien sind noch ungenügend. Dennoch setzt sich Swissolar für ein Inkrafttreten der Beschlüsse bis 2018 ein. Angesichts der massiven Verzerrungen auf den internationalen Energiemärkten (fehlende Kostenwahrheit) und der Dringlichkeit der Energiewende sind kurz- und mittelfristig staatliche Fördermassnahmen unumgänglich. Swissolar setzt sich deshalb für eine Fortführung und laufende Optimierung der erfolgreichen kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) und der Einmalvergütung im Strombereich ein. Im Wärmebereich gilt es, die kantonalen Förderprogramme zu harmonisieren und zu verbessern und die MuKEn rasch umzusetzen. Daneben setzt sich Swissolar für den Abbau von kostentreibenden Markthemmnissen ein.  

    • Swissolar setzt sich für politische Rahmenbedingungen zur raschen Umsetzung der bundesrätlichen Energiestrategie ein, fördert die Weiterbildung von Fachleuten, beteiligt sich an der Erarbeitung von Normen und Regelwerken und informiert Bauherren und weitere Kreise über die Anwendungsmöglichkeiten der Solarenergie. Damit vertritt Swissolar die Interessen der Solarbranche in der Politik und gegenüber anderen Akteuren.

    • Der Umbau der heutigen Energieversorgung mit 80% Abhängigkeit von nichterneuerbaren, ausländischen Quellen zu einer Vollversorgung mit erneuerbaren Energien ist eines der wichtigsten und herausforderndsten Projekte der Schweiz in den nächsten Jahrzehnten. Die Mitglieder von Swissolar sind bereit, einen massgeblichen Beitrag dazu zu leisten. Dies können sie aber nur tun, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dazu gegeben sind – um Profitmaximierung geht es dabei nicht!

    • Hauseigentümer können ihre Investitionen in erneuerbare Energien auf die Miete abwälzen. Im Gegenzug sinken jedoch die Nebenkosten, da weniger Heizöl, Gas oder Strom verbraucht wird. Je teurer diese konventionellen Energien werden, desto günstiger werden erneuerbare Energien für die Mieter. Eine Kostenzunahme haben jene Mieter zu erwarten, deren Hauseigentümer nicht in Gebäudesanierungen und Solaranlagen investiert haben.

    • Solarwärmeanlagen (thermische Solaranlagen) nutzen die Sonnenenergie auf einfache und effiziente Weise: Schwarz beschichtete Kupfer- oder Aluminiumabsorber in den Solarkollektoren werden von den Sonnenstrahlen erwärmt. Im Absorber zirkuliert Wasser (mit einem Frostschutz-Mittel), das die Wärme zum Speicherkessel im Keller transportiert. Der Speicherkessel gibt die Wärme an den Warmwasserkreislauf oder die Heizung ab. 

    • Eine Solarwärmeanlage kann auch bei Bewölkung Wärme liefern, da die diffuse (von den Wolken reflektierte) Strahlung ebenfalls ausgenützt wird. Zudem wird die solare Wärme in einem Wasserkessel (Boiler) gespeichert, der mehr als das Doppelte des täglichen Warmwasserbedarfs sicherstellt. Was die Sonne nicht schafft, wird von der Zentralheizung oder elektrisch nachgeheizt.

    • Eine Solaranlage deckt im Allgemeinen 60-70 % des Warmwasserbedarfs in einem Einfamilienhaus. Dafür genügt eine so genannte Kompakt-Solaranlage mit 4-6 m2 Kollektorfläche. Mit zusätzlicher Kollektorfläche und Wärmespeicherung kann auch die Raumheizung unterstützt werden. Je nach Wärmedämm-Standard des Gebäudes und Auslegung der Solaranlage kann damit etwa 30 % des gesamten jährlichen Wärmebedarfs gedeckt werden. Im Mehrfamilienhaus ist eine Solarwärmeanlage eine besonders effiziente Lösung. Sie kann weit über 30% des Wärmebedarfs abdecken. Fachspezialisten wie die „Solarprofis“ gewährleisten eine optimale Dimensionierung der Solaranlage entsprechend dem Bedarfsprofil des Gebäudes und seiner Bewohner.

    • Rund 20% des Wärmebedarfs in der Schweiz entfallen auf industrielle Prozesse<span style="mso-footnote-id:ftn1"></span>. Etwa die Hälfte dieser Produktionsprozesse benötigt Temperaturen von weniger als 250 °C. Diese Energie auch mit Solarwärme bereitgestellt werden – ein grosses Potenzial, das bisher kaum genutzt wird.

    • Die Sonnenkollektor-Technik ist ausgereift und betriebssicher. Solarwärmeanlagen funktionieren während mindestens 25 Jahren und benötigen wenig Unterhalt. Dies zeigen die mehr als 140'000 Anlagen in der Schweiz (Stand Ende 2013), mit einer Fläche von 1.4 Mio. m2 und einer Spitzenleistung von 1000 MW.

    • Die klassische kristalline Silizium-Solarzelle besteht aus zwei aufeinanderliegenden Siliziumschichten. Zwischen den Schichten entsteht eine elektrische Potenzialdifferenz. Bei Sonneneinstrahlung bewegen sich freie Elektronen von der Schicht mit dem tieferen Potenzialniveau zur Schicht mit dem höheren Niveau. Diese Potentialdifferenz kann über einen angeschlossenen Stromkreis als elektrische Energie genutzt werden. Es fliesst elektrischer Gleichstrom.

      Der Wechselrichter (Inverter) wandelt den Gleichstrom in Wechselstrom um, der im Haushalt verwendet oder ins Stromnetz eingespeist wird.

    • Als Faustregel gilt im Schweizer Mittelland ein Energieertrag von 180 kWh pro Quadratmeter und Jahr. 20 m2 Modulfläche produzieren ungefähr den Strombedarf eines typischen 3- bis 4-Personen-Haushalts.

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    • Der Anteil des selbst verbrauchten Solarstroms (Eigenstromverbrauch) kann durch sogenanntes Lastmanagement erhöht werden – beispielsweise durch das automatische Einschalten der Wärmepumpe zur Warmwassererzeugung, wenn die Sonne scheint. Eine weitere Möglichkeit zur Erhöhung des Eigenstromverbrauchs ist die dezentrale Stromspeicherung in Blei- oder Lithiumionen-Batterien. In einem Einfamilienhaus können damit Eigenverbrauchsanteile bis zu 60 Prozent erreicht werden. Zusätzliche Informationen finden Sie hier.

      In der Schweiz werden Batteriespeicher bis jetzt vor allem bei PV-Anlagen ohne Netzanschluss (Inselbetrieb) eingesetzt. Im Betrieb mit Netzeinspeisung sind Batteriespeicher wegen der noch hohen Investitionskosten noch wenig verbreitet, denn in der Schweiz gibt es im Gegensatz zu Deutschland keine Förderprogramme für Batteriespeicher. Allerdings kommt nach und nach Bewegung in den Schweizer Speichermarkt. So wurden im Jahr 2015 rund 135 Batteriespeicher installiert, mehr als 90 % davon waren Lithiumsysteme.

    • Ende 2015 lag der Anteil Solarstrom in der Schweiz erst bei 2,1%. Experten sind sich einig, dass bis zu einem Anteil von 10 % Solarstrom keine besonderen Massnahmen zum Netzausbau erforderlich sind. Bei höheren Anteilen genügen meist einfache technische Massnahmen, beispielsweise Leistungsbegrenzung und Blindleistungsteuerung der Wechselrichter oder Lastmanagement. Netzausbauten sind nur in Ausnahmefällen in ländlichen Regionen erforderlich. Voraussetzung für diesen geringen Investitionsbedarf ist jedoch, dass der Solarstrom-Ausbau wie bisher vorwiegend dezentral erfolgt. 

    • Ende 2015 gab es in der Schweiz bereits 60‘000 Anlagen mit einer installierten Gesamtleistung von etwa 1350 MW. Deren Jahresproduktion entspricht 2,1 Prozent des gesamten Stromverbrauchs der Schweiz. 

    • Photovoltaik-Module werden in der Schweiz über SENS eRecycling zurückgenommen und entsorgt. Die Finanzierung der Rücknahme und Entsorgung der PV-Module wird vom Hersteller oder Importeur über eine freiwillig erhobene vorgezogene Recyclinggebühr (vRG) sichergestellt. Die offizielle Aufnahme der PV-Module in die VREG ist beim BAFU in Arbeit, der Einführungstermin ist noch nicht festgelegt.

       

       

       

    • Die in der Schweiz verwendeten Solarmodule bestehen aus kristallinem oder amorphem Silizium. Silizium ist nicht giftig und wird aus Quarzsand gewonnen. Anteilsmässig bestehen die Panels zu 80-96% aus Glas, zu 10-19% aus Aluminium, Kupfer und Kunststoff sowie zu 0.1-0.2% aus Halbleitermetallen. Glas, Aluminium und andere Metalle werden wieder verwertet.

      Die umstrittenen Photovoltaik-Module aus Cadmium-Tellurid werden in der Schweiz praktisch nirgends eingesetzt. Bei sachgerechter Entsorgung haben aber auch diese Module eine hervorragende Ökobilanz. 

    • Literaturrecherchen sowie eigene theoretische und messtechnische Untersuchungen des BAFU zeigen, dass Immissionen einer PV-Anlage gemessen an den Immissionsgrenzwerten der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) an den typischen Aufenthaltsorten von Menschen gering sind. Weitere Informationen 

    • Selbstverständlich werden auch Häuser mit PV-Anlagen gelöscht. Feuerwehren wissen, wie solche Häuser gelöscht werden müssen. Erleichtert wird die Arbeit der Feuerwehren, wenn wichtige Anlagenunterlagen (wie z.B. Verschaltungspläne) der Feuerwehr zugestellt wurden bzw. wenn die Feuerwehr bei nicht gemeldeten bzw. schwer einsehbaren Anlagen durch einen Warnkleber im Eingangsbereich des Gebäudes über die PV-Anlage informiert wurde.

    • Nein. Die Installation stromführender Anlagen erfordert jedoch immer eine sachgerechte Installation. Wichtig ist z.B. die fachgerechte und ordentliche Verlegung sowie Befestigung von Kabeln sowie die Verwendung hochwertiger und zulässiger Steckverbindungen.

    • Dank dem neuen Raumplanungsgesetz wird seit Mai 2014 für Solaranlagen in vielen Fällen keine Baubewilligung mehr benötigt. Es genügt eine Meldung bei der zuständigen kommunalen Behörde. Grundsätzlich hat dabei jeder Kanton seine eigenen Verfahren. Erkundigen Sie sich bei der Bauverwaltung ihrer Gemeinde. mehr

    • Eine standardisierte Solarwärmeanlage wie auch eine Photovoltaik-Anlage für ein Einfamilienhaus sind heutzutage in maximal zwei Tagen komplett installiert.

      Bei den Solarwärmeanlagen werden Kollektoren, Speicher und Solarkreiskomponenten meist im Set angeboten. Dies ist kostengünstiger und erleichtert dem Monteur die Arbeit. Auch Photovoltaik-Module, Solarkabel und Wechselrichter werden üblicherweise als Einheit geliefert und eingebaut.

    • Bei Solarwärmeanlagen werden zwei wärmegedämmte Rohrleitungen vom Kollektorfeld zum Heizungsraum verlegt. Bei nachträglichem Einbau werden diese entweder in einem freien Kamin oder Lüftungsschacht oder in einem separaten „Regen-Fallrohr“ an der Aussenwand verlegt.

      Bei Solarstromanlagen werden Kabel von den PV-Modulen zum Wechselrichter und weiter zum Anschluss an das Stromnetz verlegt – eine einfache und von aussen kaum sichtbare Elektro-Installation.

    • Bei einer neuen Heizungsanlage mit solarer Warmwasseraufbereitung wird meist ein moderner Pufferspeicher als Energiezentrale eingebaut. Bei nachträglichem Einbau einer Solarwärmeanlage kann es von Vorteil sein, den bestehenden Warmwasserboiler als Zusatzspeicher in den Solarkreis zu integrieren.

    • Nein, bei Inbetriebnahme wird die Solaranlage vom Handwerker fachmännisch eingestellt, danach sind keinerlei Eingriffe mehr nötig. Solarwärmeanlagen und Solarstromanlagen laufen automatisch und sind meist mit einem Überwachungssystem ausgerüstet, das allfällige Fehler meldet.

    • Solarwärmeanlagen sollten alle drei Jahre auf Frostsicherheit geprüft werden. Dabei wird auch der pH-Wert der Solarflüssigkeit geprüft, um eine möglichst lange Lebensdauer der Anlage zu gewährleisten. Am besten lässt sich dies zusammen mit der periodischen Überprüfung der Heizungsanlage erledigen.

      Bei Photovoltaikanlagen empfiehlt sich alle zwei bis drei Jahre eine optische Kontrolle der Module (Verschmutzung, Modulschäden). Insbesondere flach liegende PV-Module sollten regelmässig von einer Fachperson gereinigt werden. Spritzen Sie ihre Panels nicht mit einem Wasserschlauch ab, denn es könnten sich Kalkablagerungen bilden, und das kalte Leitungswasser könnte auf den aufgeheizten Modulen zu Spannungsrissen führen. Im Falle einer reduzierten Stromproduktion der Anlage lohnt es sich, frühzeitig eine Fachperson beizuziehen. Diese kann durch Messungen an den Modulen und am Wechselrichter eventuelle Störungen erkennen und anschliessend beseitigen. 

    • Alle marktgängigen Kollektoren und Module sind mit einem hochbelastbaren Solarglas ausgestattet, das auch schwerem Hagel standhält. Die Vereinigung kantonaler Feuerversicherungen führt ein Hagelregister mit geprüften Produkten. Als Schutz gegen Blitzschlag müssen die Kollektoren und die PV-Module an einen allenfalls vorhandenen Blitzschutzableiter des Hauses angeschlossen werden. Die Installation einer Solaranlage führt jedoch nicht zur Pflicht der Installation eines Blitzableiters.

       

    • Bei unsachgemässer Installation, mangelhaften Komponenten oder bei Tierverbiss der Kabel (z.B. durch Marder) kann die Gefahr eines elektrischen Kurzschlusses und damit eine Brandgefahr bestehen. Bei unsachgemässer Montage sind zudem Sturmschäden möglich. Gegen abrutschenden Schnee sind - wenn nötig - Schneefanggitter zu montieren. Die von Swissolar zertifizierten Solarprofis® sind Garanten für eine sachgemässe Installation mit geeigneten Komponenten. 

    • Die Versicherungsdeckung ist von Kanton zu Kanton verschieden. Bei gewissen kantonalen Gebäudeversicherungen sind Schäden an Solaranlagen automatisch mitversichert. Klären Sie bei Ihrer Versicherung ab, ob die Solaranlage separat versichert werden muss. 

    • Nehmen Sie eine kostenlose Vorgehensberatung von Swissolar in Anspruch (Tel. 0848 00 01 04). Auch Energieberatungs- und -fachstellen helfen gerne weiter. mehr

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      Fragen Sie Ihren Installateur nach einer Solaranlage. Eine Übersicht über Installateure, die sich für Solaranlagen qualifiziert haben, finden sie in der Liste «Die Solarprofis®». mehr 

      Oder nehmen Sie direkt mit einer Solarfirma Kontakt auf und lassen Sie sich Informationen zusenden.

      Eine Übersicht über die Solarförderung in den Kantonen finden Sie hier. mehr

      Weitere finanzielle Fördermöglichkeiten im Energiebereich finden Sie hier. mehr 

      Weitere Informationen zu Solarwärme: Broschüre «Solarwärme für Eigenheime - Lebensqualität mit Solaranlagen» (PDF)