KEV und Einmalvergütung

Die Kostendeckende Einspeisevergütung KEV sorgt seit 2009 für einen wachsenden Photovoltaikmarkt. 2014 wurde zusätzlich die Einmalvergütung (EIV) eingeführt, die seit 2018 als alleiniges Förderinstrument für Photovoltaikanlagen zur Verfügung steht. 

Auf Anfang 2018 wurde die Förderung für Solarstrom grundlegend umgestellt: Photovoltaikanlagen aller Grössen werden in der ganzen Schweiz durch die Einmalvergütung gefördert. Diese deckt höchstens 30 % der bei der Inbetriebnahme massgeblichen Investitionskosten von Referenzanlagen ab. Konkret wird ein Grundbeitrag und ein Leistungsbeitrag pro installiertem kW vergütet. Die Höhe der Vergütung ist dem Anhang 2.1 der Energieförderungsverordnung zu entnehmen (Ausführungsbestimmungen zum 01.11.2017 zum neuen Energiegesetz: Verordnungstexte und Erläuterungen). Je nach Grösse der Anlage muss für den Erhalt der Förderung unterschiedlich vorgegangen werden:

  • Einmalvergütung für kleine Anlagen (KLEIV), weniger als 100 Kilowatt. Die Förderung kann erst nach erfolgter Inbetriebnahme bei Pronovo beantragt werden.  Auch grössere Anlagen können die KLEIV beanspruchen, wobei die installierte Leistung über 99.9 kW nicht gefördert wird. Weil zu Beginn viele Anlagen aus der KEV-Warteliste die KLEIV beanspruchen, ist bei Neuanmeldungen mit einer Wartezeit von mindestens 2.5 Jahren bis zur Auszahlung zu rechnen. 
  • Einmalvergütung für grosse Anlagen (GREIV) ab 100 Kilowatt:  Die Anlage muss nicht vor dem Vorliegen einer Förderzusage erstellt werden. Anmeldungen für die Förderung: Pronovo. Hier führt die bevorzugte Förderung der Anlagen auf der KEV-Warteliste bei Neuanmeldungen zu einer Wartezeit von 6-7 Jahren.

Für neue Photovoltaik-Projekte ist die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) nicht mehr verfügbar. In den Jahren 2018-2020 stehen voraussichtlich noch kleine KEV-Kontingente für jene Anlagen zur Verfügung, die vor dem 30.6.2012 für die KEV angemeldet wurden.