Sonne fürs Warmwasser
Kompaktsolaranlagen sind heute für rund 10'000 Franken zu haben, einige Systeme sogar für weniger. Sie bestehen aus rund 4 bis 6m2 Kollektoren und einem Solarboiler im Keller. Isabelle B. und Stephan H. entschieden sich für eine Anlage auf ihrem Doppeleinfamilienhaus. Sie sind begeistert: «Unser Wasser wird nun zu rund 60% mit Sonnenenergie geheizt!»
Der Boiler auf dem Dach
Isabelle B. und Stephan H. wohnen seit zwei Jahren in ihrem neuen Heim, einem einseitig angebauten Einfamilienhaus. «Von Anfang an war uns klar, dass wir eine Kollektoranlage für die Warmwasseraufbereitung sowie einen Regenwassertank wollen. Wie es beim Bauen so ist, rechneten wir jedoch damit, dies oder jenes aus Kostengründen streichen zu müssen,» erzählt Isabelle B. «Wir haben uns beraten lassen,» fährt sie fort, «und die Firma Muntwyler Energietechnik AG hat uns das System Solahart 300 J empfohlen. Diese Anlage funktioniert nach dem Schwerkraftprinzip und bedarf dadurch keinerlei elektronischer Steuerung, was sich direkt auf die Kosten auswirkt. So konnten wir die Solaranlage und den Regenwassertank realisieren, und unser Wasser wird nun zu rund 60% mit Sonnenenergie geheizt!» Auf die Kosten angesprochen, antwortet die Mutter von drei Kindern: «Wir haben rund 9000 Franken bezahlt und erhielten vom Kanton zudem noch knapp 2000 Franken an Subventionen rückvergütet.»
Die Hausbesitzer stört nur ein kleines Detail: Bei hoher Lufttemperatur kann es vorkommen, dass die integrierte Kühlung überfordert ist. Der 300-Liter-Boiler auf dem Dach wird dann zu heiss und kann nur noch durch automatisches Nachfüllen von Kaltwasser – bis zu 120 Liter – gekühlt werden. Dies war vor allem im Hitzesommer 03 ein Thema. «Im Hochsommer gehen wir nun etwas generöser mit dem Warmwasser um und füllen auch mal das Planschbecken der Kinder mit Gratiswarmwasser,» erzählen sie.
Auf der Nordseite des Hauses ist im Garten ein 5500 Liter Regenwassertank vergraben: «Das Regenwasser wird für die Toilettenspülung, die Waschmaschine und den gesamten Aussenbereich eingesetzt. Wir sparen dadurch rund einen Drittel Trinkwasser ein,» erklärt Isabelle B. Geheizt wird das Haus mit einer Wärmepumpe, welche die Energie einer Erdsonde erntet. «Wir besitzen für die Übergangszeit auch einen kleinen Speicherofen, der es uns erlaubt, die Heizung etwas später einzuschalten. Wir sind mit unserem Energiekonzept rundum zufrieden,» schliesst Stephan H.



