Rein ins warme Wasser

Sonja S. erzählt: «Jetzt im Herbst wird unser Schwimmbad im Garten dank der Solaranlage fast zum Thermalbad. Wenn das Wasser dampft und wärmer ist als die Luft, geniesst man ein Bad doppelt! Zu Beginn waren wir erstaunt, dass wir so viel Wärme gratis ernten konnten.»

 

Vor rund sieben Jahren fand der Spatenstich für das Schwimmbad im Garten statt: «Gleichzeitig vertäuften wir auch eine Erdsonde, um unsere Heizung von einer Luftwärmepumpe auf eine Wärmepumpe, die aus Erdwärme gespeist wird, umzustellen,» erzählt Sonja S. «Dies vor allem, um mit den zu hohen Stromrechnungen für Heizung Schluss zu machen.» Zwei Jahre später wurden dann die Absorber auf dem Dach verlegt: «Unser Schwimmbad misst rund 32m2. Auf dem Dach montierten wir eine 50m2-Solaranlage, die speziell für Schwimmbäder hergestellt wird. Seither hat sich die Badesaison um einiges verlängert. Am ersten Mai nehmen wir das Bad in Betrieb und baden dann bis Ende Oktober. Zu Beginn waren wir überrascht, wie viel Sonnenenergie wir ernten konnten. Und rückblickend, finde ich, hätten wir gleichzeitig auch die Möglichkeit einer Solaranlage für das Brauchwasser prüfen können.»

Wird das Schwimmbad im Frühling in Betrieb genommen, erreicht das Wasser schon bald angenehme 25°C. Im Sommer wird es ohne Mühe auch mal 30°C warm. Doch eine Überhitzung kann leicht abgewendet werden. Sonja S. erklärt: «In der Steuerung im Keller kann ich die gewünschte Wassertemperatur eingeben. Sobald diese überschritten wird, gelangt kein Wasser mehr aufs Dach, sondern es wird nach dem Filtern wieder direkt ins Schwimmbad geleitet. Erst wenn die gewünschte Temperaturangabe unterschritten wird, zirkuliert das Wasser wieder übers Dach und erntet dort die Wärme der Sonne.»

Das Fazit von Sonja S: «Dank der Solaranlage geniessen wir unser Schwimmbad viel mehr, sei es am Morgen früh, durch den Tag oder am Abend spät. Im warmen Wasser zu plantschen oder zu schwimmen tut einfach gut!»

So funktioniert’s

Die solare Beheizung von Schwimmbadwasser ist verblüffend einfach. Aus dem vorhandenen Filterkreis wird im Normalfall Schwimmbadwasser durch den Solarabsorber umgeleitet. In den Absorbern, die so angeordnet sind, dass möglichst viel Sonne darauf fällt, wird das durchströmende Wasser um einige Grad erwärmt und zurück in das Bassin geleitet. Bei genügender Wärmestrahlung wird der Filterkreislauf über das Kollektorfeld umgeschaltet. Wenn die gewünschte Wassertemperatur erreicht ist, wird die Solarnutzung ausgeschaltet.

Wie gross bitte?

Ein Windschutz und eine gute Abdeckung tragen bereits dazu bei, die Abkühlung um 30 bis 50% zu reduzieren. Wer eine Abdeckung besitzt, muss rund 80 bis 100% der Schwimmbadoberfläche als Absorberfläche montieren, um angenehme Temperaturen zwischen 26 und 28° C zu erreichen. Ohne Abdeckung sind 100 bis 120% nötig, um diese Temperaturen zu erreichen.

 

ANZEIGE
ANZEIGE