Pellets und Kollektoren: Die komfortable Kombination

Als die Familie Reist im solothurnischen Oberdorf Ende 2008 die Luft/Wasser-Wärmepumpe ihres Einfamilienhauses nach über zwei Jahrzehnten ersetzen musste, war klar, dass nur erneuerbare Energieträger in Frage kommen. Angesichts der steigenden Stromkosten fiel der Entscheid auf eine Pelletheizung. Die vom Planer Daniel Lehmann, Genos Energiebüro aus Lohn, vorgeschlagene Kombination mit einer Sonnenkollektor-Anlage stiess auf offene Ohren – die Südausrichtung und der starke Neigungswinkel des Daches luden förmlich dazu ein, die Energie vom Himmel zu ernten. Nun liefern 16 Quadratmeter Indach-Kollektoren genügend Energie für die Aufbereitung des Warmwassers, das in einem 1000-Liter-Tank im Keller gespeichert wird. Die Anlage deckt fast den gesamten Warmwasserbedarf, nur an ganz wenigen Tagen im Winter ohne Sonne wird die Pelletheizung zur Warmwasseraufbereitung zugeschaltet. Im Frühling und Herbst unterstützt die Solaranlage zudem die Raumheizung.
Die Bauherrschaft ist mit ihrer Heizung sehr zufrieden. Neuen Brennstoff muss sie nur alle zwei Jahre bestellen, und der Wartungsaufwand ist minim. Rechnet man die laufenden Kosten für Brennstoff, Kaminfeger, Unterhalt und Strom, so spart Familie Reist jährlich rund 500 Franken gegenüber der vorherigen Heizung mit Wärmepumpe, und dies bei etwa gleich hohen Investitionskosten. Otto Reist meint dazu: "Ich würde mich sofort wieder für diese Kombination entscheiden. Die Kosten für den Pelletbrennstoff sind günstig und der Pelletverbrauch liegt unter meinen Erwartungen. Bei einer Wärmepumpe wäre ich im Gegensatz dazu abhängig von den ständig steigenden Strompreisen. Die Sonnenkollektoren liefern warmes Wasser in Hülle und Fülle, und im Winter reduziert das solar erwärmte Wasser gar den Brennstoffverbrauch."
