Häufige Fragen
Welchen Anteil an der Schweizer Energieversorgung kann die Sonnenenergie leisten?
- Rund die Hälfte des Wärme- und mehr als ein Drittel des Strombedarfs in der Schweiz lässt sich langfristig mit heute verfügbarer Solartechnologie auf bestehenden Bauten decken! (PDF)
Macht eine Solaranlage in meiner Gegend Sinn?
- Auf jeden Fall – in der Schweiz liegt die durchschnittliche Sonneneinstrahlung bei rund 1.100 kWh pro Quadratmeter und Jahr. Die höher gelegenen Gebiete erreichen sogar Werte über 1.400 kWh. Damit ist in der ganzen Schweiz genügend Sonneneinstrahlung vorhanden, um eine Solaranlage effizient zu betreiben.
Arbeitet die Solaranlage auch bei Bewölkung?
- Eine moderne Solaranlage kann auch bei Bewölkung viel Wärme liefern, da sie auch die diffuse Strahlung (von den Wolken reflektiert) nützt. Um die Schwankungen des Wetters auszugleichen wird die Wärme fast immer über Stunden oder Tage gespeichert.
Habe ich eine geeignete Dachfläche?
- Jede ganzjährig unbeschattete Dachfläche, die nicht mehr als 45° von Süden abweicht, ist prinzipiell für Solaranlagen geeignet. Auch südseitige Fassaden eignen sich sehr gut als Fläche für Solaranlagen.
Bleibt mein Dach nach der Montage der Kollektoren dicht?
- Keine Sorge - die Einbausysteme sind sicher und hunderttausendfach erprobt. Sollte einmal dennoch ein Fehler passieren, garantiert der Handwerker für seine Arbeit.
Wie lange dauert der Einbau? Was bleibt dabei für mich zu tun?
- Eine standardisierte Solaranlage für das Warmwasser ist heutzutage in einem, maximal zwei Tagen komplett installiert. Meist werden Kollektoren, Speicher und Solarkreiskomponenten im Set angeboten. Dies ist kostengünstiger und erleichtert dem Monteur die Arbeit. Bei der Montage kann so praktisch kein Fehler mehr gemacht werden.
Können die Rohrleitungen auch nachträglich ohne viel Aufwand verlegt werden?
- Vom Kollektorfeld bis zum Heizraum werden zwei speziell wärmegedämmte Rohrleitungen verlegt. Bei nachträglichem Einbau werden diese entweder in einem freien Kamin oder Lüftungsschacht oder in einem eigenen „Regen-Fallrohr“ an der Aussenwand verlegt.
Kann ich den alten Warmwasserboiler weiter verwenden?
- Bei einer neuen Heizungsanlage wird gewöhnlich ein moderner Pufferspeicher als Energiezentrale eingebaut, der alle Aufgaben erledigt. Bei nachträglichem Einbau einer Solaranlage kann es aber durchaus von Vorteil sein, den bestehenden Warmwasserboiler in den Solarkreis zu integrieren.
Brauche ich eine Baubewilligung?
- Das ist von Kanton zu Kanton verschieden. Einzelne Kantone haben für kleinere Anlagen die Bewilligungspflicht abgeschafft, in anderen gibt es ein vereinfachtes Anzeigeverfahren. Erkundigen Sie sich auf der Bauverwaltung ihrer Gemeinde. (PDF)
- Dank der Revision des eidg. Raumplanungsgesetzes vom 1.1.2008 wird es einfacher, Baubewilligungen für Solaranlagen zu erhalten. Der neue Artikel 18a gilt sowohl für Anlagen in der Bauzone als auch für solche in der Landwirtschaftszone.
RPG Art. 18a Solaranlagen: In Bau- und Landwirtschaftszonen sind sorgfältig in Dach- und Fassadenflächen integrierte Solaranlagen zu bewilligen, sofern keine Kultur- und Naturdenkmäler von kantonaler oder nationaler Bedeutung beeinträchtigt werden.
Wenn mal keine Sonne scheint – wird dann kalt geduscht?
- Das solar erwärmte Wasser wird in einem Solarspeicher gesammelt, der mehr als doppelt so gross ist wie der tägliche Warmwasserbedarf der gesamten Familie. Was die Sonne nicht schafft, wird von der Zentralheizung oder elektrisch nachgeheizt.
Kann ich nur Warmwasser machen oder mit der Sonne auch heizen?
- Die Solaranlage stellt im Allgemeinen etwa 70 % ihres Warmwassers mit Hilfe der Sonne bereit. Dafür benötigen sie rund 1 m2 Kollektor pro Person im Haushalt. Die genaue Grösse richtet sich nach ihrem Warmwasserverbrauch, d.h. ob Sie eher duschen oder Wannenbäder nehmen oder gar einen Whirlpool besitzen. Es empfiehlt sich, eine so genannte Kompakt-Solaranlage mit 4-6 m2 Kollektorfläche einzusetzen. Wird die Solaranlage grösser ausgelegt, können sie im Frühling und Herbst auch mit der Sonne heizen.
Ist eine thermische Solaranlage wirtschaftlich?
- In fast allen Kantonen und auch in einzelnen Gemeinden erhalten Sie einen Förderbeitrag. Zusätzlich ist in fast allen Kantonen die Investition in eine Solaranlage auf einem bestehenden Gebäude steuerlich abzugsfähig. Nach einer einmaligen Investition liefert sie während mindestens 20 Jahren fast kostenloses Warmwasser, unabhängig von den allgemeinen Energiepreisen. mehr
Ist die Solartechnik ausgereift?
- Die Technik ist ausgereift und betriebssicher. Rund 50'000 Anlagen in der Schweiz zeugen davon. Lassen Sie sich Referenzanlagen des Solaranbieters zeigen. Besichtigen Sie eine und überzeugen Sie sich im persönlichen Gespräch davon, dass die Anlagen einwandfrei funktionieren.
Muss die Solaranlage von Hand bedient oder geregelt werden?
- Nein, bei Inbetriebnahme wird der Regler vom Handwerker fachmännisch eingestellt, danach sind keinerlei Eingriffe mehr nötig, die Anlage läuft vollautomatisch.
Wie wartungsintensiv ist eine Solaranlage?
- Alle drei Jahre sollte die Solaranlage auf Frostsicherheit geprüft werden. Dabei wird auch gleich der pH-Wert der Solarflüssigkeit geprüft, um eine möglichst lange Lebensdauer der Anlage zu gewährleisten. Am Besten lässt sich das zusammen mit der periodischen Überprüfung der Heizungsanlage erledigen.
Ist der Kollektor gegen Beschädigung geschützt (Hagel, Blitz, etc.)?
- Alle marktgängigen Kollektoren sind mit einem hochbelastbaren Solarglas ausgestattet, das auch schwerem Hagel standhält. Gegen Blitzschlag sollten die Kollektoren an die Blitzschutzanlage des Hauses angeschlossen werden.
Muss eine Solaranlage separat versichert werden?
- Melden Sie die Solaranlage umgehend bei Ihrer Versicherung an, damit diese in den Versicherungsschutz (indirekter Blitzschlag, - betrifft vor allem die elektrische Steuerung und Glasbruch) aufgenommen wird.
Was bringt eine Solaranlage für die Umwelt?
- Ein Beispiel: Eine Solaranlage mit 5 m² Kollektorfläche und 500 Liter Solarspeicher erzeugt in 25 Jahren 60'000 kWh Energie für die Warmwasserbereitung. Dadurch werden der Umwelt ca. 17 Tonnen CO2-Emissionen erspart. Mit 20 m² Kollektorfläche und 1.500 Liter Solarspeicher werden während 25 Jahren 135'000 kWh Energie für Warmwasser und Raumheizung erzeugt. Die Umwelt profitiert von ca. 38 Tonnen weniger an CO2-Emissionen.
An wen soll ich mich bei Interesse am Besten wenden?
- Nehmen Sie eine kostenlose Vorgehensberatung von SWISSOLAR in Anspruch: Tel. 0848 00 01 04.
- Fragen Sie Ihren Installateur nach einer Solaranlage. Eine Übersicht über Installateure, die sich für Solaranlagen qualifiziert haben finden sie in der Liste «Die Solarprofis®». mehr
- Eine Übersicht über die Solarförderung in den Kantonen finden Sie hier. mehr
- Nehmen Sie direkt mit einer Solarfirma Kontakt auf und lassen Sie sich Informationen zusenden.
Wie effizient sind Solaranlagen bei Brauchwasser und Heizung?
- Bis zu 70 % des jährlichen Warmwasserbedarfs eines Haushaltes kann eine Solaranlage aus Solarenergie bereitstellen. Bei der Raumheizung kann je nach Wärmedämm-Standard des Gebäudes und Auslegung der Solaranlage immerhin etwa 30 % der jährlichen Heizenergie gedeckt werden. Einzige Voraussetzung: ein Dach oder eine Fassade, die nach Süden zeigen (auch leichte Abweichungen sind möglich). Den verbleibenden Energiebedarf liefert die Heizung im Keller. Besonders mit Holzheizungen (Pellets, Hackschnitzel, Scheitholz) lässt sich eine Solaranlage gut kombinieren. Der benötigte Pufferspeicher wird von beiden genutzt, die Effizienz des gesamten Heizsystems verbessert.
Wie viele Solaranlagen gibt es bereits?
- In der Schweiz sind rund 50’000 Anlagen für die thermische Nutzung der Solarenergie in Betrieb.
Die Energieberatungs- und –fachstellen helfen gerne weiter. mehr
Weitere Informationen zu Solarwärme
- Broschüre «Solarwärme für Eigenheime - Lebensqualität mit Solaranlagen» (PDF)

