Ein Stück Süditalien
Im Herbst 2002 machte sich Roland N. an die Arbeit, um im Garten ein Schwimmbad zu bauen. Dass eine Solaranlage dazugehört, war von Anfang an selbstverständlich: «Ich habe mich intensiv mit der Schwimmbadtechnik auseinandergesetzt. So wurde mir bald klar, dass wir dank einer Solaranlage die Wassertemperatur im Schnitt um rund fünf bis sechs Grad erhöhen können. Da wir die Solaranlage gleich nach dem Bau des Schwimmbads installierten, konnten wir das Bad von Anfang an voll geniessen!» erzählt der Vater von zwei Kindern.
Das Problem ist bekannt. Ein Pool ohne Heizung ist nur während einiger Wochen im Hochsommer wirklich angenehm warm. Das ist nicht gerade viel, betrachtet man die hohen Investitionskosten. Doch es gibt eine Lösung: Die solare Beheizung verlängert die Badesaison um mehrere Wochen.
Irene N. sah der Umgestaltung des Gartens eher mit Zurückhaltung entgegen: «Eigentlich wünschte ich mir nicht unbedingt ein Schwimmbad, aber jetzt würde ich nur noch ungern darauf verzichten!» Einer der Gründe dafür ist die angenehme Wassertemperatur, die von der 25m2 grossen Solaranlage auf dem grosszügigen Einfamilienhaus in Ueberstorf vom Hauseigentümer – er ist von Beruf Elektromonteur – selber installiert wurde: «Wir nehmen das Bad bereits Anfang Mai in Betrieb. Dank der Solaranlage liegen die Temperaturen auch schon bald bei angenehmen 26 bis 27 Grad. Es ist eindrücklich, wenn bei Sonnenschein schon kurze Zeit nachdem die Absorberschläuche auf dem Dach mit Wasser gefüllt wurden, heisses Wasser in den Pool sprudelt!»
Roland und Irene N. sind sich einig: «Unser Schwimmbad hat unsere Wohn- und Lebensqualität erhöht. Es ist, als würde man im eigenen Garten ein Stück Süditalien besitzen!»
So funktioniert’s
Die solare Beheizung von Schwimmbadwasser ist verblüffend einfach. Aus dem vorhandenen Filterkreis wird im Normalfall Schwimmbadwasser durch den Solarabsorber umgeleitet. In den Absorbern, die so angeordnet sind, dass möglichst viel Sonne darauf fällt, wird das durchströmende Wasser um einige Grad erwärmt und zurück in das Bassin geleitet. Bei genügender Wärmestrahlung wird der Filterkreislauf über das Kollektorfeld umgeschaltet. Wenn die gewünschte Wassertemperatur erreicht ist, wird die Solarnutzung ausgeschaltet.
Wie gross bitte?
Ein Windschutz und eine gute Abdeckung tragen bereits dazu bei, die Abkühlung um 30 bis 50% zu reduzieren. Wer eine Abdeckung besitzt, muss rund 80 bis 100% der Schwimmbadoberfläche als Absorberfläche montieren, um angenehme Temperaturen zwischen 26 und 28° C zu erreichen. Ohne Abdeckung sind 100 bis 120% nötig, um diese Temperaturen zu erreichen.

