Solare Wandheizung

Schema Trombe-Wand (Bild A. Dettwiler)

Eine weitere Form der indirekten Sonnenenergiegewinnung besteht darin, Solarwärme durch die Aussenwände ins Innere eines Haus zu führen. Der französische Ingenieur Félix Trombe entwickelte mit der Trombe-Wand im Jahr 1956 die erste Anwendung einer solaren Wandheizung. Wikipedia

Transparente Wärmedämmung TWD
Schema Transparente Wärmedämmung (TWD) in Kombination mit Latentspeicher (Bild Oerlikon Journalisten)

Eine heutige solare Wandheizung besteht aus einer transparent gedämmten Fassade und einer dahinterliegenden Absorberwand. Die Absorberwand übernimmt gleichzeitig die Wärmespeicherfunktion. Solarstrahlung trifft auf die transparent gedämmte Fassade und wird von ihr auf den Absorber transmitiert. Die dort entstehende Wärme wird zeitverzögert von der Speicherschicht an die dahinter liegenden Räume weitergegeben.

 

Eine Weiterentwicklung der solaren Wandheizung stellen doppelte Aussenwände dar. Einzelne Wände oder das ganze Gebäude erhalten eine zusätzliche Glaswand als aussenliegender Wetterschutz. Diese transparente Ummantelung reduziert Energieverluste durch Wärmebrücken, da alle Schwachstellen, wie z.B. Fensterrahmen, von externen Einflüssen weitgehend isoliert sind.

 

Eine Komponente heutiger solarer Wandheizungen ist die transparente Wärmedämmung (TWD). Diese besteht meistens aus kapillaren Kunststoffelementen, die für kurzwellige Sonnenstrahlung durchlässig sind, den erwärmten Absorber aber dämmen.

 

Interessanterweise ist dieses Prinzip auch in der Natur bei den Polarbären zu finden, die über ein weisses, lichtdurchlässiges Fell verfügen, das die Solarstrahlung auf die schwarze Haut und die darunterliegenden Fettpolster überträgt.

 

Link zum deutschen Fachverband Transparente Wärmedämmung e.V.

 

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