Fenster und Verglasung

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Die Dämmleistung eines Fensters wird mit dem U-Wert bemessen. Dabei gilt: je niedriger der U-Wert, desto besser die Wärmedämmung und desto kleiner der Energieverlust. Bei Fenstern unterscheidet man zwischen den U-Werten von Glasscheibe, Rahmen und des ganzen Fensters.
Die heutigen U-Werte für das ganze Fenster bewegen sich typischerweise zwischen 0.8 (sehr guter Wert) bis 2.0 (schlechter Wert).
Dabei fällt auf, dass Randverbund und Rahmen schlechter dämmen als die Verglasung. Anstrengungen gehen deshalb dahin, bessere Randverbünde (Chromstahl, Kunststoff) und Rahmen zu verwenden und gleichzeitig mit grösseren Scheiben zu arbeiten.
Die Durchlässigkeit einer Verglasung für Sonnenenergie wird mit dem g-Wert (Globalstrahlung) bemessen. Dieser liegt bei heutigen Verglasungen zwischen 30% und 70%.
Die im Bereich Fenster und Verglasung anzustellenden Optimierungsüberlegungen im Solaren Bauen sind:
- Optimale Energiebilanz: tiefe Verluste – hohe Gewinne
- Genügend Tageslicht
- Vermeidung von Komforteinbussen durch Zug oder einseitiges Strahlungsdefizit
- Sonnenschutz: gute Wärmeschutzgläser benötigen einen aussenliegenden Sonnenschutz
Neben den heute üblichen Isolierverglasungen sind verschiedene Sonderlösungen in Gebrauch:
- Verbundsicherheitsglas (aus zwei oder mehreren Scheiben bestehend, die durch eine Kunststofffolie verbunden sind.)
- Transluzente Dämmungen (transparente Wärmedämmungen mit zusätzlichem Gewinn an Tageslicht)
- Spezielle Schichten-Elemente (optische Elementung zur Lichtumlenkung oder Beschattung, PV)
- Adaptive Verglasungen (variable Anpassungen von Tageslicht- und Gesamtenergietransmission)
- Integrierte Systeme (Vorrichtungen zum Sonnenschutz in den Scheibenzwischenräumen)
- Sonnenschutz, Lichtumlenksysteme (beschichtete Gläser, Sonnenschutzprismen, Lamellen)
