Anasazi-Felsensiedlung im Südwesten der USA, 11.-13. Jahrhundert (Bild A. Dettwiler)

Geschichte

Noch vor 50 Jahren wurden in vielen Wohnbauten nur ausgewählte Räume, z.B. Küche und Wohnraum, mit Einzelöfen zweitweise beheizt. Im Laufe der Zeit wurden in den gleichen Konstruktionen Zentralheizungen eingebaut, war zu einer dauernden Beheizung aller Räume bei erheblich höheren Temperaturen führte. Als Folge daraus musste ein enormer Anstieg des Energieverbrauchs zu Heizzwecken festgestellt werden.

 

Die Erdölkrise führte dazu, dass ab 1973 in der Schweiz Massnahmen mit dem Ziel umgesetzt wurden, eine Verbrauchsreduktion zu erreichen. Diese Zeit, die Fragen bezüglich Energieversorgung und -verbrauch aufwarf, kennzeichnet den Beginn der schweizerischen Energiepolitik.

 

 

Mitte der achtziger Jahre wurde die grosse Leistungsfähigkeit der Wärmedämmung erkannt. Ab 1990 sorgte die rasche Standardisierung von Systemen zur Reduktion des Energieverbrauchs zu einer starken Verbreitung und Akzeptanz von Gebäuden mit reduziertem Energiebedarf.

 

Bauen mit der Sonne ist nicht eine Erfindung der Moderne. In der traditionellen Architektur gibt es viele Beispiele für Bauten mit minimalem Ressourcenverbrauch und hoher Energieeffizienz. Dazu gehören einfachste Bauten wie Iglus, Jurten und Lehmbauten, aber auch Siedlungen der meisten alten Hochkulturen, wie etwa die cliff-dwellings der Anasazi im Südwesten der USA.

 

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