Neubau/Sanierung

- Saniertes Doppeleinfamilienhaus mit Photovoltaik-Dach in Zürich. Architekt Beat Kämpfen. Solarpreis 2009
Eine Reduktion des gesamten Energieverbrauchs ist sinnvollerweise mit einem möglichst hohen Anteil vor Ort nutzbarer, erneuerbarer Energien zur Deckung des verbleibenden Energiebedarfs gekoppelt. Die Potenziale dafür sind riesig: Gemäss einer Studie der IEA (International Energy Agency) könnte auf Fassaden und Dächern der Schweiz ein Drittel des heutigen Strombedarfs mit Solarzellen erzeugt werden. Rund die Hälfte des Niedrigtemperatur-Wärmebedarfs (Warmwasser und Raumheizung) liesse sich ebenso mit Solarenergie decken, sofern die Gebäudehüllen saniert werden.
Hohe regenerative Deckungsraten sind aber nur möglich, wenn grosse Teile der gesamten Gebäudehülle zur Energiegewinnung genutzt werden. Dies gilt für Neubauten ebenso wie für die Sanierung bestehender Bauten.
Über 80 Prozent des Gebäudebestandes der Schweiz wurde vor 1980 erstellt und ist grösstenteils noch nicht energetisch saniert. Die Sanierungsrate liegt bei viel zu tiefen 1-2 Prozent pro Jahr.
Bei bestehenden Gebäuden liegt deshalb ein grosses, bisher zu wenig genutztes Potenzial der Energieeinsparung und Energiegewinnung. Der jährlich verliehene Schweizer Solarpreis zeichnet wegweisende Um- und Neubauten aus. Dazu gehören Gebäude, die nach der Sanierung 90 Prozent weniger Energie brauchen als davor, und Neubauten, die mehr Wärme und Strom produzieren, als sie selbst benötigen. Die Nutzung von Wärme und Strom von der Sonne ist dabei eine Selbstverständlichkeit.


